Havaneser und PON gehören zu den Langhaarhunden. 
PONs haben laut FCI Rassestandard ein üppiges, harsches, halblanges oder langes Haar mit dichter Unterwolle. 
Havaneser haben laut ihrem Rassestandard ein langes und weiches Haarkleid, möglichst ohne Unterwolle. 


Beide Rassen gibt es in vielen Farben und Fleckungen.

Ein gut gepflegter, erwachsener PON oder Havaneser haart nur wenig.
PONs müssen mindestens 1x pro Woche gründlich (d.h. bis auf die Haut) durchgekämmt werden.
Havaneser je nach Haartextur öfters. Viele Havaneser benötigen tägliche Fellpflege.
Zur Körperpflege gehören außerdem regelmäßige Zahn- und Ohrkontrollen. Eventueller Zahnstein sollte vom Profi entfernt werden. Die aus dem Gehörgang wachsenden Haarbüschel müssen ausgezupft werden. Auch die Haare zwischen den Pfotenballen müssen regelmäßig kurz geschnitten werden. Hunde schwitzen außer über die Zunge über ihre Pfoten. Sind die Pfotenballen vom dicken Pelz befreit ist das für den Hund im Sommer eine Erleichterung. Und meinen Hunden kürze ich auch regelmäßig die Krallen.

 

Am besten man gewöhnt schon seinen Welpen an die regelmäßige Pflege.

Welpenbesitzer die glaubten das später nachholen zu können, sahen sich z.B. beim fast erwachsenen PON mit seinem typischen Dickschädel konfrontiert. Und ein Pon weiß wie er sich erfolgreich vor dem Bürsten drücken kann. :-) Da bleibt dann nur noch der Gang zum Hundefrisör und das Abscheren des verfilzten Fells. Bis das Haar dann wieder seine ursprüngliche Länge hat dauert es über ein Jahr.

Unter Hundeleuten hält sich hartnäckig die Einstellung man solle Hunde nur 1 x pro Jahr baden. Meine Hunde werden etwa 1-2 x pro Monat gebadet und anschließend trocken geföhnt. Es hat ihnen bis jetzt nicht im geringsten geschadet
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Ein gebadetes Hundefell ist glänzend, geschmeidig, luftig, filzfrei und lässt die Hundehaut atmen.

Vor dem Baden wird der Langhaarhund ausgekämmt oder ausgebürstet.
Allgemein gilt: Havaneser und PONs gehören zu den Hunderassen die nur wenig haaren. Aber auch diese Rassen verlieren saisonal (besonders im Frühjahr) etwas mehr Haar. Die lose, auf der Haut sitzende Unterwolle beim PON muss regelmäßig entfernt werden damit sie nicht verfilzt und der Hund gesund bleibt. Beim Havaneser wird das lose und längere Wollhaar durch das Bürsten entfernt damit es keine Filzknoten bildet. Havaneser haben keine oder nur wenig Unterwolle.  Ohne regelmäßige Fellpflege filzen sie aber genau so schnell wie wenn sie viel Unterwolle hätten.

4 x frisch gebadet mit passendem Shampoo und Konditioner für langes Hundehaar

Meine Havaneser werden alle 2 - 4 Wochen gebadet. Ihr Haar bleibt dadurch leichter kämmbar. Selbst während dem Haarwechsel zum adulten Fell filzt das weiche Havaneserhaar dann nur ganz wenig. Was auf das regelmäßige Baden und die Anwendung eines Konditioner zurück zu führen ist. Der so genannte Konditoner (Haarspülung/Haarkur) verhindert, dass das weiche, stumpfe Wollhaar auf der Haut Knoten bildet. Für die Havaneser Fellpflege benötige ich nicht mehr wie 30 Minuten pro Pflegesitzung. Und wenn sie gebadet werden dauert es insgesamt etwa eine gute Stunde bis sie wieder trocken sind. Erwachsene Havaneser, die kein sehr üppiges Haarkleid besitzen, müssen nicht täglich gebürstet werden. Meine Luzie, die eher weniger Haar hat, wird nur etwa 1 x pro Woche gebürstet. Ihre ältere Tochter Adella, wurde von der Natur mit mehr Haarfülle ausgestattet. Besonders in den ersten 3 Jahren musste sie etwa 2-3 x pro Woche gebürstet werden.  Während ihrem Haarwechsel vom Jugend- zum adulten Fell sogar täglich und ihr Haar benötigte wöchentlich ein Pflegebad. Erst ab ihrem dritten Geburtstag veränderte sich Adellas weiches, üppiges Haarkleid und wurde leichter zu pflegen. Ihr Haar wurde etwas fester und vor allem weniger. ;-) 
Bei Fragen zur
Hundepflege und zum Haarwechsel gebe ich gerne meine Tipps und Erfahrungen weiter. Rufen Sie mich einfach an.

Im Laufe der Jahre mit meinen Langhaarhunden bekam ich immer mehr Spaß daran mich weiter ins Thema Fellpflege hinein zu wagen. Und das Ergebnis hat mich überzeugt. Das Kastratenhaar meiner Pon Hündin Angy wurde mit professioneller Pflege wieder schön und leicht zu bürsten. Auch die Pflege meiner Havaneser gestaltet sich mit dem passenden Shampoo + Konditioner leichter als erwartet. Übrigens: Pons und Havaneser haben Haar - kein Fell. 


Nur ein gut gepflegter Langhaarhund ist eine Augenweide! 

Pflegewerkzeug für meine Havi oder PON Welpen:

Maxi Pin Drahtbürste mit langen Pins zum Durchbürsten
Doggy Man Slicker Brush um Dreck zu entfernen oder das Haar auf zu bürsten
Metallkamm mit grober und feiner Zahnung zum Durchkämmen
Kamm mit Holzgriff mit verschieden langer Zahnung für Gesicht und Pfoten
Flohkamm um die Sandmännchen an der Schnauze aus zu kämmen
Profi Welpenshampoo 

Pflegeutensilien für den erwachsenen Havaneser:
 

Activet grün-gold schmal: um Unterwolle und Filzstellen aus zu bürsten

Maxi Pin Drahtbürste: mit langen Pins zum mal drüber bürsten 

Doggy Man Slicker Brush: um groben Schmutz zu entfernen, beim Föhnen das Haar aufbürsten

Spratts Kamm Nr. 72: Auskämmen von totem Haar, eventueller Unterwolle und kleinen Knötchen

Stahlkamm mit verschiedenen Stiften: Durchkämmen bis auf die Haut

kleiner Gesichtskamm: Sandmännchen im Augenwinkel, Gesicht auskämmen

Langhaar-Shampoo + Konditioner: Silikon und Paraben frei, speziell für Langhaarhunde
Kämmspray: selbst hergestellt aus Conditioner mit Wasser verdünnt 


Bei den erwachsenen Langhaarhunden hat sich die Activet Slicker Brush mit abgerundeten Metall-Stiften sehr bewährt. Die Bürste entfernt auch bei Hunden mit viel Unterwolle den gebildeten Filz schonend beim Bürsten. Durch ihre abgerundeten Stifte empfinden selbst sensible Hunde die Pflege als sehr angenehm.
Langhaarhunde werden nicht trocken gebürstet. Das Haar leider sehr darunter, besonders wenn es schon länger nicht mehr gebadet wurde. Vor und während dem Bürsten verwendet man beim Langhaarhund ein Kämmspray um das Haar partiell ganz leicht an zu feuchten. Mein Kämmspray mische ich mir selbst aus einem Conditioner mit Wasser verdünnt in einer Sprühflasche mit sehr feiner Vernebelung. 

 

Ein paar Worte noch zum in Mode gekommenen Sommerschnitt bei Langhaarhunden. Der gut gepflegte und von Unterwolle befreite Langhaarhund benötigt im Sommer keine Komplettschur oder einen s.g. Sommerschnitt. Denn Hunde können nicht wie wir Menschen über die Haut schwitzen. Sie schwitzen nur über ihre Zunge indem sie hecheln oder über ihre Pfotenballen. Das Ausschneiden der Pfoten, also das Entfernen der Haare zwischen den Ballen, hilft den Hunden im Sommer weniger zu schwitzen. Genau so wie das regelmäßige Auskämmen der Unterwolle damit das Hundehaar bis auf die Haut gut durchlüftet wird. 


Das Haarkleid funktioniert bei allen Hunderassen wie eine Klimaanlage. Es schützt im Sommer davor, dass die Sonne bis auf die Haut vordringt und verhindert so Sonnenbrand. Durch die Luft zwischen den einzelnen Haaren bildet sich eine Wärmeisolierung nach außen. Die Hitze kann nicht bis auf die Haut vordringen.
Im Winter wärmt das Haarkleid indem es die Körpertemperatur hält und keine Kälte auf die Haut dringt.

Wenn man seinen Hund kurz schert dann beraubt man ihn seiner Klimaanlage. Bewirkt also genau das Gegenteil von dem was man eigentlich möchte, seinem pelzigen Freund Erleichterung verschaffen während der heißen Sommermonate. Viele Hundebesitzer argumentieren, dass sich die Hunde mit kurz geschorenem Haar viel wohler fühlen würden. Sie wären agiler und würden herum springen. Aber das vermeintliche "wohl fühlen" der Hunde ist nur der Ausdruck ihres neuen, ungewohnten Körpergefühls nach dem Schneiden, an das sich viele Hunde erst gewöhnen müssen.

 

Leider musste ich es auch erst selbst an meiner PON Hündin Lilli erleben, dass ihr Sommerschnitt überhaupt keine Veränderung ihres Wohlbefindens brachte. Im Gegenteil, sie wurde dadurch noch pflegeintensiver. Die Unterwolle wuchs schneller und dichter nach und es war für uns beide eine Tortur die sehr dicht auf der Haut liegende Unterwolle aus zu kämmen. Nach einem Jahr lies ich ihr deshalb das Haar wieder wachsen. Nachdem das Haar auf 6 cm nachgewachsen war wurde es wieder deutlich leichter mit dem Bürsten.


Dank Lilli habe ich dazu gelernt und werde keinen meiner Langhaarhunde mehr kurz schneiden oder gar scheren. Einzige Indikation für das Abscheren ist z.B. eine Hautkrankheit oder sonstige medizinische Notwendigkeit. 

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© Katja Schmieder